Anders Melken: Mehr Milcheiweiß und gesündere Kühe

Bis zu 10.000 Liter Milch und mehr pro Jahr geben heute Milchkühe. Doch nicht nur die bloße Menge macht’s. Auch auf die Menge und Qualität der Inhaltsstoffe und die Gesundheit der Tiere kommt es an. Vor allem das Milchprotein mit seinen wertvollen Inhaltsstoffen wie Phosphor, Kalzium und lebensnotwendigen Aminosäuren steht im Fokus.

Doch wie kann der Landwirt den Eiweißgehalt der Milch erhöhen? Offensichtlich über den Melkrhythmus mit positiven Auswirkungen auf die Gesundheit der Kühe. Das jedenfalls hat man an der Technischen Universität München (TUM) herausgefunden. Vor allem die Umstellung von der Trockenphase aufs Melken sei eine große Belastung für den Stoffwechsel. Die Kuh müsse binnen kurzer Zeit den Stoffwechsel umstellen und wieder sehr viel Milch produzieren. In dieser Phase könne es zur Unterzuckerung kommen, weil die Kuh den Blutzucker für die Milchbildung heranzieht. Durch den entstehenden Zuckermangel werde zudem weniger Milcheiweiß gebildet, die Milchqualität nehme ab. Das könne der Landwirt allerdings umgehen, wenn er den klassischen Melkrhythmus umstellt.

Ein Team vom Lehrstuhl für Physiologie hat drei Gruppen mit je zwölf Kühen verglichen: Die Kontrollgruppe wurde wie üblich zwei Monate vor dem Kalben nicht mehr gemolken, im Anschluss nach dem Abkalben zweimal pro Tag. Die zweite Gruppe wurde langsamer wieder an das Melken gewöhnt. Sie wurde zwar ebenfalls trocken gestellt, aber in den ersten vier Wochen nach der Geburt nur einmal und erst danach zweimal täglich gemolken. Bei der letzten Gruppe ließ man die Trockenpause komplett aus, die Kühe wurden durchgehend zweimal pro Tag gemolken. Während zweier Jahre nahmen die Physiologen regelmäßig Milch- und Blutproben. Außerdem überprüften sie täglich die Gesundheit der Kühe.

Die Ergebnisse überraschten: Die traditionell gemolkenen Kühe gaben zwar auf die gesamte Melkdauer bezogen mehr Milch als die anderen beiden Gruppen, aber zu einem hohen Preis. Sie hatten mehr Gewicht verloren, ihr Blutzuckerspiegel war niedriger und auch die Milchqualität war geringer. Die Milch der Gruppe, bei der nach der Trockenpause die Melkroutine langsamer wieder eingestellt wurde, hatte im Schnitt 0,3 Prozent mehr Eiweiß, die der Kühe ganz ohne Trockenpause sogar 0,5 Prozent mehr Milchprotein. Der logische Rückschluss: Diese neuen Melkrhythmen vermeiden Belastungsspitzen und lassen Kühen mehr Energie, um Milch und Eiweiß in bester Qualität herzustellen. Eine kleine Änderung im Melkrhythmus hätte also positive Folgen für Tier, Landwirt, Molkerei und Verbraucher. Die effektivste Lösung sei dabei das Auslassen der Trockenperiode. Allerdings müsse diese Methode noch weiter untersucht werden, schränkt Meyer ein, so sei zum Beispiel noch nicht klar, wie oft hintereinander die Melkpause ausgelassen werden könne, ohne dass eine Regeneration des Drüsengewebes der Kuh erforderlich sei.

Quelle: “aid”

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Silvesterangst bei Hunden

Es gibt eigentlich keinen Grund (bis auf wenige Ausnahmen), warum ein Hund vor dem Blitzen und Knallen in der Silvesternacht Angst haben sollte. Wie so oft überträgt sich zu Silvester die Unruhe vom Menschen auf den Hund.

Unser Vorschlag ist, sich ganz natürlich zu verhalten und die Hunde nicht zu isolieren. Junge Hunde sind mit raus zu nehmen und daran gewöhnen, dass Menschen auch mal Krach machen. Wenn es dann doch zu laut wird, soll der Hund sich zurückziehen dürfen. Dass hat dann aber mit Flucht vor Lärm zu tun und nicht mit Angst. Der Hund akzeptiert das Silvestergeballer dann bald genauso wie Parties, Bohrmaschinen, Staubsauger oder Rasenmäher.

In Ausnahmen, beispielsweise wenn der Hund schlechte Erfahrungen gemacht hat, kann ein stressminderderdes Präparat sinnvoll sein. Dem Hund ist damit alles etwas gleichgültiger und er schläft besser. Die Verabreichung von Beruhigungsmitteln ist nicht mehr zeitgemäß.

Mehr Info natürlich wie immer bei uns in der Praxis.

 

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Hilfe, mein Hund hat den Weihnachtsmann gefressen!

Es stimmt, Schokolade ist für Hunde giftig.

Der Bestandteil der Schokolade, welcher für Hunde giftig ist, heißt Theobromin. Der Körper des Menschen verarbeitet dieses Theobromin sehr einfach. Im Gegensatz dazu dauert dieser Prozess bei Hunden viel länger. Kakao und schwarze Schokolade haben die höchsten Werte, während Milchschokolade oder weiße Schokolade niedrigere Werte haben.

Aber es kommt natürlich auf die gesamte Menge und die Größe des Hundes an. Eine kleine Menge Schokolade wird wahrscheinlich nur dazu führen, dass der Hund eine Magenverstimmung bekommt. Vielleicht erbricht er sich oder bekommt Durchfall oder zeigt gar keine Symptome. Größere Mengen könnten allerdings eine ernsthaftere Wirkung auf ihn haben. In ausreichenden Mengen kann Theobromin Muskelzittern, Anfälle, unregelmäßiges Herzklopfen, innere Blutungen oder einen Herzinfarkt auslösen. Eine schwere Theobromin Vergiftung wird normalerweise durch eine heftige Hyperaktivität angezeigt.

Der besonders hohe Anteil von Theobromin in dunkler Schokolade bedeutet, dass es nur einer kleinen Menge bedarf, um eine Vergiftung zu verursachen: 25 Gramm könnten genug sein, um einen 20 Kilogramm schweren Hund zu vergiften. Große Hunde vertragen im allgemeinen mehr als kleine.

Also bei einem kleinen Stückchen gibt es keinen Grund zur Sorge. Wenn aber der große Weihnachtsmann oder eine ganze Tafel weg ist, bitte sofort anrufen.

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Stoppt die Käfighaltung von Pferden!

Das Pferd ist das am wenigsten verstandene Tier der Welt. Es wird krankgefüttert, zum Krüppel trainiert und durch Isolation psychisch zerstört.

Ob Pferd im Käfig...

Milchkkühe werden in modernen Betrieben in Laufställen gehalten, in denen sie sich frei bewegen, kratzen, putzen, raufen und zurückziehen dürfen und so mit ihren „Kolleginnen“ eine intakte Herdendynamik bilden. Die Kühe danken es uns mit besserer Fruchtbarkeit, weniger Krankheiten, einer längeren Lebensdauer und schließlich mehr Milch.

Legenhennen müssen seit einiger Zeit in einem sogenannten „ausgestalteten Käfig“ gehalten werden, der alle physiologischen – oder besser – tierartbedingten Anforderungen entspricht. Es ist eine Art moblierte Hühner-WG, die Raum für die täglichen Bedürfnisse Fressen, Trinken, Scharren und Legeruhe bietet. Das ist ein Durchbruch in Sachen Tierschutz in der EU und ein Vorbild für neue Standards in vielen Regionen der Welt.

...oder Huhn. Wo ist da der Unterschied?

Auch für Sauen gibt es neue Regeln. Sauen wurden früher in Kastenständen gehalten, in denen sie gerade mal aufstehen und sich hinlegen konnten. Das ist vorbei. Seit neustem müssen Sauen in Gruppen mit viel Raum für Bewegung gehalten werden. Meiner Ansicht nach ein Muss für diese wundervolle Tier, dessen Intelligenz und Sozialverhalten mit der des Hundes vergleichbar sind.

Alle diese Maßnahmen für die drei wichtigsten landwirtschaftlichen Nutztiere in unserem Kulturraum werden allein durch die Tierhalter, die Bauern getragen. Sie bekommen dafür nicht mehr Geld für die Milch, das Fleisch oder das Ei. Der Verbraucher (also wir) und die Politik will es so. Langfristig machen sich die Veränderungen durch die verbesserte Tiergesundheit allerdings bezahlt. Das heißt, die von vielen Menschen langersehnte „Befreiung der Tiere“ findet wirklich statt.

Nur das Pferd, ein Tier das wir “nur zum Spaß”, als Freizeitvergnügen, so zu sagen, als lebendes Sportgerät oder als Lebensgefährten halten, bleib in der dunklen Kiste ohne, dass jemand Anstoß daran nimmt.

In der Pferdeszene gibt es eine andere Betrachtung der Dinge und auch eine ganz andere Sprache. So nennen wir den dunklen, viel zu kleinen Käfig eine „Box“ und statten diese Box aus edelsten Tropenhölzern und blank poliertem Metall mit allerlei kostbarem Schnickschnack aus. Gerne sind die gut gekleideten Pferdebesitzer bereit für das Namensschild an der Box mehr Geld auszugeben als für bestes Heu. Dieser allgemein akzeptierte „goldene Käfig“ ist für das Pferd viel schlimmer als es die Käfig-, Kasten- oder Anbindehaltung der Nutztiere je war. Das Pferd ist das am wenigsten verstandene und am meisten gequälte Tier unserer Zeit.

Pferde sind wundervoll

Sie haben ein extrem Ausgeprägtes Bedürfnis nach Sozialkontakt, Zärtlichkeit und Anerkennung – genau wie Sie und ich. Genau darum lassen sich Pferde gut halten und erziehen. Trotzdem sind Pferde nicht einfach zu dummen Zuchttierchen verblödet. Von allen domestizierten Tierarten sind Pferde diejenigen, die an ehesten in der Lage sind in der freien Natur zu überleben und sich zu vermehren. Sie sind im gegensatz zu Kuh, Huhn und Schwein noch sehr nah an Ihrem Ursprung.

Pferde sind eigentlich Steppentiere. Sie lieben offene Landschaften und legen sich hin zum schlafen, wenn Sie den Horizont sehen können. Es sind Fluchttiere die frische Luft, Wind und eine offene Sicht benötigen. Wir aber sperren sie in eine Kiste mit hohen Wänden. Das Ergebnis ist Unruhe, Verblödung, Verdauungs- und Atembeschwerden.

Kolik, Koppen, Kotwasser, Agressivität, Verspannung, Verfohlen… all dies sind Menschen gemachte Erkrankungen. Warum werden Pferde so gehalten, dass sie einen Chiropraktiker brauchen? Das ist Absurd.

Der Pferdesport ist als Breitensport weniger angreifbar als die landwirtschafliche Tierhaltung, daher wir der Gesetzgeber nicht handeln. Der Ausweg liegt also nur im freiwilligen Engagement der Pferdebesitzer, sich für Gruppenhaltung und Offenställe einzusetzen. Weg mit den Boxen!

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Tiergesundheit auf über 150 qm mitten in Bordesholm

Umgezogen! Geschafft, Puh!

Es hat sich jetzt schon gelohnt. Wir konnten während des Umzugs nahlos weitermachen und haben bereits eine tolle Resonanz auf die neuen Räume bekommen. Hell, freundlich und trotzdem gemütlich. Sauber und modern aber nicht zu “steril”. Zentral, direkt am Bahnhof und mit eigenen Parkplätzen, daher sowohl für Fußgänger wie auch für Autofahrer einfach ideal.

Wir können jetzt die Abläufe in der Behandlung verbessern, ohne auf das persönliche Flair und die vertrauensvolle Betreuung zu verzichten. Unser Sortiment an Abgabe-medikamenten und Nahrungsergänzern haben wir ebenfalls sinnvoll erweitert.

Die Praxis ist im Zentrum von Bordesholm leicht zu finden.

Schauen Sie mal rein!

Wir haben wochentags von 9:00 – 12:30 und 14:00 – 18.30
sowie Samstags von 10 – 12:30 geöffnet.


Dr. med. vet.
Barbara Spandern

Bahnhofstr. 30
24582 Bordesholm

Tel: 04322 889949